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Wirtschaftliche Interessen vor menschlichen Tragödien?

Werden die Einwohner von Phi Phi vertrieben? [30.04.05]

Nun bestätigen unsere Befürchtungen auch deutsche Presseorgane, der Spiegel online und die Berliner Zeitung haben toppaktuelle Berichte verfasst, dass immer mehr Tsunamiopfer nicht mehr in ihren ursprünglichen Lebensraum zurück dürfen, weil ausländische Großinvestoren, die Tourismuszentren eröffnen wollen, ihre Inseln etc. besetzen.

Lesen dazu mehr unter:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,348137,00.html

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/433857.html

Von der unabhängigen Bangkoker Zeitung Nationalmultimedia gab es auch längst einen Artikel zur politischen Situation der Einwohner der Insel, die nach wie vor in unzureichenden Auffanglagern untergebracht sind und immer noch keine Meldung erhalten haben, wann und wie sie wieder auf ihre Insel zurückkehren können.

Hier der Originallink, Text in englischer Sprache



Unsere Übersetzung, sinngemäß sicherlich richtig, eventuelle kleinere Fehler bitten wir zu entschuldigen:

Phi Phi Opfer setzen Premierminister unter Druck wegen Gebietsplänen

30 Tsunamiopfer aus Krabi´s Phi Phi Island drängten gestern den Premierminister Thaksin die kommunalen Pläne aufzugeben ihnen ihr Land zu enteignen und sie umzusiedeln in höher gelegene, bergige Grundstücke.

Nattawut Kaenthong, ein Mitglied der Gruppe, welche zum Regierungsgebäude ging, sagte, er will, dass der Premierminister die städtischen Pläne für Ton Sai und Lo Lum Buchten, wie sie vom Kommitee für spezielle Zonen für zukunftsfähige Tourismusentwicklung ausgestellt wurden.

Dem Gremium steht Plodprasop Suraswadi vor. Die von der Welle verwüstete Insel hat nun Wasser und Stromversorgung, aber den 5.000 Einwohnern ist es nicht erlaubt zurückzukehren und ihnen wurde gesagt, sie sollen in Bergland des Nationalparks umziehen, auf Land, das während der viermonatigen Monsunperiode Erdrutschen unterworfen ist, sagte Nattawut.

"Das ist eine Verschwörung von Staatsdienern, Politikern und Investoren, die sich an dem Leid der Inselbewohner bereichern wollen." sagte er. "Der Premier muss das beenden. Wir sind bereit einiges an Land zu opfern für den Tsunami-Präventionsplan, aber nicht bereit alles zu opfern und in die Berge zu ziehen." Er fügte hinzu, dass wenn die Regierung Plodprasop nicht von der Insel entfernt, würden die Inselbewohner, wie er es tat, nichts als Ärger über die Insel bringen .

Jareet na Takuathung, ein Resortbesitzer aus Phi Phi, die Gruppe stimmt dem Regierungsplan nicht zu, das Land an den Buchten zu enteignen und die Einwohner zwangsweise fern zu halten.

Er fügte hinzu, dass die Ortsbehörden die Geschäftsbetreiber und die Einwohner nach einer Kostenschätzung für den Wert ihres Landes gefragt wurden, aber am Ende gaben sie ihnen gar keine andere Alternative als zu verkaufen.

Er befürchtet, dass die Ortsbehörden dann das Land für 99 Jahre verpachten werden an große Investoren, gleichzeitig mit der bald zu realisierenden speziellen wirtschaftlichen Gebietsneuordnung. „Nun stehen wir dem zweiten Tsunami gegenüber,“ sagte Jareet. << zurück